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Gesundheid

Verändern sich Tattoos in der Schwangerschaft?

Für angehende Mütter ist die Zeit der Schwangerschaft eine ganz besonderer Abschnitt in ihrem Leben: Sowohl die Vorfreude auf das zu erwartende Kind, als auch die hormonellen und strukturellen Veränderungen, sowie die zu treffenden Vorbereitungen machen die Zeit der Schwangerschaft unvergesslich. Neben tausenden Fragen, die im Rahmen einer Schwangerschaft gestellt werden könnten, ist eine Frage, die von tattooaffinen Frauen gestellt wird, ob sich Tattoos während und nach der Schwangerschaft verändern können.

Die Stelle ist entscheidend

Der weibliche Körper verändert sich im Rahmen einer Schwangerschaft stark, doch nicht jede Körperstelle ist gleichermaßen betroffen. Während die Haut in der Bauchgegend stark gedehnt wird, bleibt sie an anderen Stellen weitestgehend nicht betroffen. Daher ist bei bereits gestochenen Tattoos entscheidend, an welcher Stelle sie sich befinden. Tattoos an der Schulter, den Armen oder den Beinen dürften von der Schwangerschaft weitestgehend unberührt bleiben, während Tattoos am Bauch teilweise stark gedehnt werden und somit einer höheren Gefahr der nachhaltigen Deformierung ausgesetzt sind.

Tattoos am Bauch sind besonders problematisch

Wie zu erwarten, sind Tattoos am Bauch aufgrund der starken Belastung der Haut, insbesondere in den höheren Schwangerschaftsmonaten, am stärksten von Veränderungen betroffen. Neben der Expansion des Tattoos und den Belastungen, die das Bindegewebe während der Schwangerschaft erfährt, können auch notwendige Prozeduren wie ein Kaiserschnitt ein Tattoo in diesem Bereich verändern. Selbstverständlich achtet der Chirurg nicht in erster Linie darauf, dass ein bereits bestehendes Tattoo nicht auf unästhetische Weise verändert wird, sondern er wird den Schnitt der medizinisch vorgegebenen Notwendigkeit nachsetzen. So kann es passieren, dass das Tattoo nach dem Eingriff nicht mehr komplett symmetrisch ist oder eine zurückbleibende Narbe das Tattoo unterbricht.

 

Keine Tattoos während der Schwangerschaft stechen

Sich während der Schwangerschaft ein Tattoo stechen zu lassen ist nicht nur aus ästhetischen Gründen nicht empfehlenswert. Während einer Schwangerschaft ist aufgrund gesundheitlicher Risiken grundsätzlich davon abzuraten, ein Tattoo stechen zu lassen. Da das Stechen eines Tattoos damit verbunden ist, dass die Tätowiernadel tausende Male in die Haut eindringt, kann ein frisch gestochenes Tattoo auch als eine großflächige Hautverletzung betrachtet werden. Bei einem Tattoo besteht ein gewisses Infektionsrisiko, welches sich zwar minimieren, jedoch nicht gänzlich ausschließen lässt. Während der Schwangerschaft ist einerseits das Infektionsrisiko erhöht, andererseits könnte eine Infektion zu weiteren Komplikationen führen, welche unbedingt vermieden werden sollten. Zusätzlich besteht noch die Gefahr, allergisch auf die verwendeten Tattoo Farben zu reagieren. Zwar wurden diverse Tattoo Farben durch eine Verordnung der EU aus dem Verkehr gezogen, das heißt jedoch nicht, dass die übrigen Tattoo Farben gänzlich unbedenklich sind. Ein seriöses Tattoostudio wird keiner schwangeren Frau ein Tattoo stechen, sondern auf einen Zeitpunkt nach der Schwangerschaft verweisen.

Nach der Schwangerschaft nichts überstürzen

Auch nach einer Schwangerschaft sollte tattootechnisch nichts überstürzt werden. Der Körper erfährt in der Schwangerschaft erhebliche Mehrbelastungen, daher ist es wichtig, ihm Zeit zu lassen, um sich wieder vollständig zu erholen. Einerseits braucht das Bindegewebe einige Zeit, um sich zu normalisieren, andererseits kann es bei einer Schwangerschaft auch zur Gewichtszunahme kommen.  Viele Mütter möchten sich sofort nach der Geburt des Kindes den Namen, das Geburtsdatum oder auch den Fußabdruck auf der Haut verewigen. Sinnvoll ist es sich erst nach einigen Wochen das Tattoo stechen zu lassen, nachdem sich das Normalgewicht wieder eingependelt hat.

Tattoos und Schwangerschaft: Das Fazit

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass Tattoos an den meisten Stellen des Körpers wahrscheinlich nicht von einer Schwangerschaft in Mitleidenschaft gezogen werden. Besonders problematisch sind Tattoos am Bauch, hier könnte es zu Verzerrungen kommen. Im Falle eines Eingriffs wie einen Kaiserschnitt könnte das Tattoo ebenfalls verändert werden. Während und direkt nach der Schwangerschaft sollten Tattoos vermieden werden, da es gesundheitliche Bedenken gibt und das Tattoo so oder so besser wird, wenn man ein wenig nach der Schwangerschaft wartet.

Wir hoffen, dass wir einige nützliche Tipps in Bezug auf Tattoos in Schwangerschaften geben konnten und wünschen weiterhin alles Gute für die kommenden Monate.

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