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Armbrüste in Deutschland

Waffe, Verteidigungsmittel, Sportgerät – die Armbrust hat es in sich. Bei kleinen und kostengünstigen Einsteigermodellen angefangen gibt es nach oben hin in Größe, Stärke und Preis kaum Grenzen. Immer beliebter wird aktuell die Armbrust als Waffe für die Selbstverteidigung.

Von Sicherheit und Irrtum

Es gibt Gegenstände wie ein Tomahawk, die vermitteln dem Besitzer oder Träger ein Gefühl von Sicherheit. Die Armbrust ist auch eines davon. Allerdings bringen solche Produkte auch ein hohes Risiko mit sich. Wer nicht sachgemäß damit umgeht, der riskiert nicht nur selbst schwere Verletzungen, sondern schadet im schlimmsten Fall seiner ganzen Familie. Um den verantwortungsvollen Umgang mit der Armbrust zu erlernen empfehlen sich Übungsstunden und Trainings mit einem erfahrenen Schützen; eine Armbrust bringt nur so viel Sicherheit wie derjenige, der sie benutzt.

Wegen der potentiellen Gefahr, die von Armbrüsten ausgeht, berechtigt nur der kleine bzw. große Waffenschein zum Besitz einer solchen. Prüfungen über theoretisches und rechtliches Fachwissen sind Grundvoraussetzung und müssen positiv absolviert werden, dann darf der Anwärter die entsprechende Waffe sogar im Freien führen (nur nicht auf einer Veranstaltung).

Armbrüste im Sicherheitsdienst

Sehr selten kommt es vor, doch hin und wieder trifft man tatsächlich auf Menschen in Uniform, die mit einer Armbrust ausgestattet sind. Schon alleine die Kombination aus der passenden Dienstkleidung und der Waffe ist Abschreckung genug. Begleitet werden die bogenähnlichen Gegenstände oft von Messern, Schreckschuss- oder gar “echten” Pistolen, Pfeffersprays und Handschellen.

Der sportliche Aspekt

Nicht nur die Sicherheit gewinnt stetig an Bedeutung. In Zeiten wie diesen sind sportliche Freizeitbeschäftigungen sehr beliebt und so mancher Sportler probiert einfach Neues aus.

Egal ob Sport, Sicherheitsdienst oder einfach nur zur dekorativen Sammlung – werd einmal beginnt, Waffen zu besitzen, der weitet sein Sortiment früher oder später aus, egal in welcher Form. Doch eines haben die Einsatzgebiete und Besitzgründe gemeinsam: Verantwortung, Pflichtbewusstsein und eine ordentliche Portion Nach- und Fachkunde sind im Umgang mit Armbrüsten unverzichtbar.

Welche Armbrust für wen?

Einsteigermodelle sind sehr kostengünstig und ideal geeignet, um das neue Hobby einfach mal auszuprobieren. Sie wiegen nicht viel und auch die Sehne verlangt noch nicht zu viel Kraftaufwand, um sie spannen zu können. Dafür lässt aber die Fluggeschwindigkeit der Bolzen oft zu wünschen übrig.

Wer hingegen etwas tiefer in den Geldbeutel greifen will, der gibt schnell bis zu € 500,- aus. Hier befinden wir uns bei den etwas fortgeschritteneren Einsteigern, wobei meist ein Set bestehend aus der Armbrust selbst, ein paar Bolzen und allfälligem Zubehör (zum Beispiel Wachs für die Sehne) gekauft wird. Die Bolzen sind im Flug schon etwas stabiler und treffsicherer. Schaden richten aber auch die günstigsten Armbrüste an.

Sammler investieren Unmengen an Geld in besondere Stücke, etwa weiß sie antik sind oder einst jemand bestimmtes gehört haben. Und das, obwohl viele dieser alten Modelle schon auseinanderfallen, wenn man sie nur ansieht. Im Rahmen der Möglichkeiten werden sie dann unter horrendem Zeitaufwand liebevoll restauriert, ehe sie das Wohnzimmer oder den Schauraum schmücken.

Besonders beliebt sind Compound Armbrüste, weil sie besonders martialisch aussehen und eine durchaus respekteinflößende Wirkung auf Betrachter haben. Dabei handelt es sich jedoch um Geräte, deren Sehne ein durchschnittlicher Mensch kaum noch ohne Hilfsmittel spannen kann. Die Durchschlagskraft der Bolzen ist enorm; auf keinen Fall darf hier die Gefahr unterschätzt werden! Pistolenarmbrüste sind das genaue Gegenstück: Klein, kompakt, mit einer Hand zu halten und optisch tatsächlich einer Pistole ähnlich, bietet sie sportliches Vergnügen, indoor wie outdoor.

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